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Corporate Design entwickeln lassen: Was ein Handwerksbetrieb wirklich braucht

· 786 Wörter

Logo, Hausfarben, Schrift – was ein Corporate Design für kleine Betriebe umfassen muss, damit es an Fahrzeug und Fassade funktioniert.

Kurz gesagt

  • Für einen Handwerks- oder Mittelstandsbetrieb reicht am Anfang wenig: ein tragfähiges Logo, zwei Hausfarben, eine Schrift, Geschäftspapier und Visitenkarte.
  • Entscheidend ist, dass das Logo die Werkstatt übersteht – ein feiner Farbverlauf lässt sich nicht als Leuchtbuchstabe bauen, eine hauchdünne Linie verschwindet als geplottete Folie.
  • Ein Logo, das Sie bezahlt haben, gehört Ihnen – Sie sollten die offenen Vektordateien bekommen und damit überall arbeiten dürfen.
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Illustration eines Gestaltungsarbeitsplatzes: Farbkreis, Farbfaecher, Layoutentwuerfe auf Bildschirm und Papier.

„Wir bräuchten mal ein richtiges Corporate Design." Der Satz kommt meist, wenn der erste Transporter beschriftet werden soll und auffällt, dass es kein brauchbares Logo gibt – nur eine JPEG-Datei aus dem Jahr 2011.

Kurz gefasst: Ein Handwerks- oder Mittelstandsbetrieb braucht am Anfang deutlich weniger, als ihm oft verkauft wird. Ein tragfähiges Logo, zwei Hausfarben, eine Schrift, dazu Geschäftspapier und Visitenkarte – das ist die Grundlage. Alles Weitere kommt, wenn es gebraucht wird, und passt dann zusammen. Entscheidend ist nicht der Umfang, sondern eine Eigenschaft, die man einem Entwurf am Bildschirm nicht ansieht: Er muss die Werkstatt überstehen. Ein feiner Farbverlauf lässt sich nicht als Leuchtbuchstabe fertigen, eine hauchdünne Linie verschwindet als geplottete Folie auf einem Transporter, und ein Schriftzug mit sieben Sonderfarben macht jeden Nachdruck teuer. Wer Gestaltung und Umsetzung aus einer Hand bekommt, merkt so etwas beim Entwurf statt ein Jahr später.

Was gehört zum Anfang – und was kann warten?

Braucht jeder Betrieb Kann warten
Logo in offenen Vektordateien Umfangreiches Design-Handbuch
Zwei Hausfarben, als Folie verfügbar Eigene Hausschrift mit Lizenz
Eine gut lesbare Schrift Bildwelt und Fotokonzept
Geschäftspapier und Visitenkarte Arbeitskleidung, Werbeartikel
Logo-Variante für einfarbige Anwendung Anzeigen- und Kampagnenvorlagen

Die letzte Zeile in der linken Spalte wird am häufigsten vergessen und am dringendsten gebraucht: eine Variante des Logos, die auch einfarbig funktioniert. Sie brauchen sie für geplottete Folie, für Stempel, für Gravuren und überall dort, wo nur eine Farbe möglich ist.

Warum muss ein Logo die Werkstatt überstehen?

Weil es dort landet – und zwar meistens früher, als der Betrieb bei der Gestaltung denkt. Drei Beispiele aus der Praxis:

  • Der Farbverlauf. Am Bildschirm ein sanfter Übergang von Hellblau nach Dunkelblau. Als Leuchtbuchstabe nicht baubar, als geplottete Folie nicht schneidbar – bleibt nur Digitaldruck, und der sieht auf einem Fahrzeug anders aus als gedacht.
  • Die feine Linie. Eine Kontur von einem halben Millimeter wirkt auf der Visitenkarte edel. Auf dem Transporter, aus zehn Metern, ist sie nicht mehr da – und beim Plotten reißt sie schlicht ab.
  • Die Sonderfarbe. Ein exakt definierter Ton, der in keiner Folienpalette existiert. Dann wird angenähert, und das Fahrzeug hat ein anderes Grün als das Briefpapier.

Nichts davon heißt, dass ein Logo schlicht sein muss. Es heißt, dass beim Entwurf jemand mitdenken sollte, der weiß, was hinterher gebaut wird.

Was ist mit einem bestehenden Logo?

Viele Betriebe in der Region arbeiten mit einem Logo aus den Neunzigern, von dem es keine offene Datei mehr gibt – nur ein verpixeltes Bild aus einem alten Prospekt oder ein Scan vom Briefkopf.

Das lässt sich nachzeichnen. Wir legen es als Vektorgrafik neu an, sodass es in jeder Größe scharf bleibt – von der Visitenkarte bis zum Fassadenschild. Dabei fallen fast immer kleine Ungenauigkeiten auf, die über die Jahre durch Kopieren und Nachbauen entstanden sind; die räumen wir mit auf. Modernisiert wird behutsam: Was gut funktioniert hat, bleibt. Ihre Kunden sollen Sie weiterhin erkennen.

Wem gehört das Logo?

Ihnen – wenn Sie es sich schriftlich geben lassen. Sie sollten die offenen Vektordateien erhalten und damit überall arbeiten dürfen, auch bei einem anderen Dienstleister. Das ist nicht bei jedem Anbieter selbstverständlich, und es fällt erst auf, wenn man wechseln will oder eine Datei für die Druckerei braucht.

Bei uns bekommen Sie die offenen Dateien und die gängigen Bildformate ohne Nachfrage. Ein Logo, das Sie bezahlt haben, gehört Ihnen.

Wie viele Farben sind sinnvoll?

Zwei, höchstens drei. Jede weitere Farbe verteuert die Umsetzung: Bei Folien müssen mehr Farbtöne vorgehalten werden, bei Leuchtwerbung bedeutet jede Farbe eigene Bauteile. Wichtiger als die Anzahl ist aber, dass die Farben überhaupt als Folie verfügbar sind – nicht jeder am Bildschirm gemischte Ton existiert in einer Folienpalette.

Wir prüfen das beim Entwurf und legen die Farben so fest, dass sie in Druck und Folie zusammenpassen. Sonst hat der Transporter ein anderes Rot als der Briefbogen, und niemand weiß, welches das richtige ist.

Warum ein Meisterbetrieb aus der Region

Wir gestalten nicht nur, wir bauen es hinterher selbst: als Schild, als Folie, als beleuchteten Schriftzug. Deshalb entwerfen wir von vornherein etwas, das sich umsetzen lässt – und wenn Sie später ein Fahrzeug beschriften oder ein Schild an die Fassade bringen wollen, liegen die Daten schon bei uns. Sie müssen niemandem mehr erklären, welches Grün Ihres ist.

Fazit

Ein Corporate Design für einen kleineren Betrieb ist keine Frage des Umfangs, sondern der Tragfähigkeit. Logo, zwei Farben, eine Schrift – aber so gestaltet, dass es auf dem Fahrzeug, an der Fassade und in der E-Mail-Signatur funktioniert. Und mit offenen Dateien, die Ihnen gehören.

Wenn Sie darüber sprechen wollen: unverbindliches Angebot anfragen oder anrufen unter 02402 87335. Mehr auf unserer Leistungsseite Grafikdesign, für Aachener Betriebe unter Grafikdesign in Aachen. Wenn als Nächstes das Fahrzeug ansteht, hilft der Ratgeber Was kostet eine Fahrzeugbeschriftung?

Häufige Fragen

Was gehört zu einem Corporate Design für einen kleinen Betrieb?
Am Anfang weniger, als oft verkauft wird: ein tragfähiges Logo, zwei Hausfarben, eine Schrift, dazu Geschäftspapier und Visitenkarte. Alles Weitere – Fahrzeugbeschriftung, Schilder, Arbeitskleidung, Website – kommt, wenn es gebraucht wird, und passt dann zusammen, weil die Grundlage stimmt. Ein umfangreiches Handbuch braucht ein Betrieb mit fünf Mitarbeitern nicht.
Warum muss ein Logo „baubar“ sein?
Weil es später selten am Bildschirm bleibt. Ein feiner Farbverlauf lässt sich nicht als Leuchtbuchstabe fertigen. Eine hauchdünne Linie verschwindet, sobald sie als Folie geplottet und auf einen Transporter geklebt wird. Ein Schriftzug mit sieben Sonderfarben macht jeden Nachdruck teuer. Wer Gestaltung und Umsetzung aus einer Hand bekommt, merkt solche Probleme beim Entwurf statt ein Jahr später.
Bekomme ich die Dateien und darf ich sie überall verwenden?
Bei uns ja. Sie erhalten die offenen Vektordateien und die gängigen Bildformate und dürfen damit arbeiten, wo Sie wollen – auch bei einem anderen Dienstleister. Ein Logo, das Sie bezahlt haben, gehört Ihnen. Fragen Sie das bei jedem Anbieter ausdrücklich nach; es ist nicht überall selbstverständlich.
Können Sie ein bestehendes Logo überarbeiten?
In den meisten Fällen ja. Viele Betriebe arbeiten mit einem Logo, von dem es keine offene Datei mehr gibt – nur ein verpixeltes Bild aus einem alten Prospekt. Wir zeichnen das sauber als Vektorgrafik nach, sodass es in jeder Größe scharf bleibt, und modernisieren behutsam, ohne dass Ihre Kunden Sie nicht mehr erkennen.
Wie viele Hausfarben sind sinnvoll?
Zwei, höchstens drei. Mehr Farben machen jede Umsetzung teurer – bei Folien, weil mehr Farbtöne bevorratet werden müssen, bei Leuchtwerbung, weil jede Farbe eigene Bauteile bedeutet. Wichtiger als die Anzahl ist, dass die Farben auch als Folie verfügbar sind: Nicht jeder am Bildschirm gemischte Ton lässt sich in Folie umsetzen.
Was kostet das?
Das hängt vom Umfang ab – ein Logo allein ist etwas anderes als ein vollständiger Auftritt mit Geschäftsausstattung. Wir machen ein konkretes Angebot, nachdem wir wissen, wofür das Design später gebraucht wird. Eine Pauschale zu nennen wäre in beide Richtungen unehrlich.
Paul Nagelschmidt, Werbetechnik-Meister und Inhaber von Plotec Werbung

Geschrieben von

Paul Nagelschmidt

Werbetechnik-Meister & Inhaber von Plotec Werbung, Stolberg – seit 2023 Meister im Schilder- und Lichtreklamehersteller-Handwerk.

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