Plotec Werbung – Werbetechnik aus Stolberg
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Digitale Werbedisplays im Einzelhandel: Wann sie sich rechnen

· 783 Wörter

Bildschirm im Schaufenster oder gedrucktes Plakat? Wann sich digitale Werbung im Einzelhandel rechnet – mit Blick auf Helligkeit, Wärme und Pflegeaufwand.

Kurz gesagt

  • Für den Einzelhandel rechnet sich ein Bildschirm ab etwa einem Motivwechsel im Monat – darunter ist ein gedrucktes Plakat günstiger und wartungsfrei.
  • Im Schaufenster scheitert ein Haushaltsfernseher an der Helligkeit: Er erreicht typischerweise um die 300 Candela, hinter sonnenbeschienenem Glas ist davon fast nichts zu sehen.
  • Der zweite unterschätzte Punkt ist die Wärme zwischen Glas und Gerät – ohne Belüftung sinkt die Lebensdauer erheblich.
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Illustration einer Ladenflaeche mit grossem Werbebildschirm, digitalen Preisschildern und Kunden davor.

Im Einzelhandel wechseln Angebote ständig – und mit ihnen die Plakate im Schaufenster. Jedes davon muss gestaltet, gedruckt, gebracht und aufgehängt werden. Ein Bildschirm verspricht, dieses Karussell zu beenden.

Kurz gefasst: Für den Einzelhandel rechnet sich ein Bildschirm ab etwa einem Motivwechsel im Monat. Wer wöchentlich neue Angebote zeigt, spart schon im ersten Jahr, weil jeder Druck, jede Fahrt und jede Montage entfällt. Bleiben die Inhalte über Monate gleich, ist ein gedrucktes Plakat oder eine Schaufensterfolie günstiger, braucht keinen Strom und fällt nie aus. Die zweite Frage ist keine kaufmännische, sondern eine organisatorische: Es muss jemanden geben, der die Inhalte pflegt. Und die dritte ist technisch – im Schaufenster scheitert ein gewöhnlicher Fernseher an der Helligkeit, denn er erreicht typischerweise um die 300 Candela pro Quadratmeter, und hinter sonnenbeschienenem Glas ist davon fast nichts zu erkennen.

Bildschirm oder gedrucktes Plakat?

Wie oft wechseln Ihre Inhalte? Was sich rechnet
Täglich oder wöchentlich
Tagesangebote, Aktionen, Frischware
Bildschirm – rechnet sich meist im ersten Jahr
Monatlich
Saisonaktionen, wechselnde Schwerpunkte
Bildschirm, wenn die Pflege verlässlich geregelt ist
Wenige Male im Jahr
Saisonwechsel
Gedrucktes Plakat oder wechselbare Schaufensterfolie
Bleibt gleich
Name, Branche, Öffnungszeiten
Beschriftung oder Schild – wartungsfrei und günstiger
Mehrere Filialen, gleiche Inhalte
zentral gesteuert
Bildschirme – hier ist der Vorteil am größten

Warum funktioniert der Fernseher aus dem Elektromarkt nicht?

Weil er für ein Wohnzimmer gebaut wurde. Zwei Punkte machen ihn im Schaufenster untauglich.

Der erste ist die Helligkeit. Ein Haushaltsgerät liegt typischerweise bei etwa 300 Candela pro Quadratmeter. Das reicht in Innenräumen mit gedämpftem Licht völlig aus. Steht dasselbe Gerät hinter einer Scheibe, auf die die Sonne fällt, verschwindet das Bild – man sieht die Spiegelung der Straße und dahinter ein blasses Etwas. Für Schaufenster braucht es Geräte mit deutlich höherer Helligkeit.

Der zweite ist der Dauerbetrieb. Haushaltsfernseher sind für einige Stunden am Tag ausgelegt, nicht für die sechzehn Stunden, die ein Werbedisplay läuft. Professionelle Geräte sind dafür freigegeben – und darauf bezieht sich auch ihre Gewährleistung.

Der unterschätzte Punkt: Wärme

Zwischen Glas und Gerät staut sich im Sommer erhebliche Hitze. Die Sonne heizt die Scheibe auf, das Gerät gibt selbst Wärme ab, und die Luft dazwischen steht. Ohne Belüftung sinkt die Lebensdauer der Elektronik spürbar; im ungünstigen Fall schaltet das Gerät im laufenden Betrieb ab – meist an genau den heißen Tagen, an denen die meisten Leute unterwegs sind.

Belüftung lässt sich später kaum nachrüsten, weil sie in die Halterung und die Einbausituation gehört. Deshalb planen wir sie von Anfang an mit, ebenso wie die Frage, ob das Gerät im Sommer überhaupt an dieser Stelle stehen sollte oder ein Stück von der Scheibe abgerückt gehört.

Was auf dem Bildschirm funktioniert

Passanten schauen im Vorbeigehen zwei bis drei Sekunden hin. In dieser Zeit ist eine Botschaft aufnehmbar – nicht drei, und keine Textwand.

  • Wenige Motive im ruhigen Wechsel. Alle acht bis zehn Sekunden ein neues Bild reicht. Schnellere Wechsel wirken hektisch und werden nicht mehr gelesen.
  • Große Schrift, klarer Kontrast. Was Sie am Monitor aus fünfzig Zentimetern lesen, ist aus fünf Metern hinter Glas nicht mehr erkennbar.
  • Ein Preis oder ein Angebot je Motiv. Der Einzelhandel hat hier einen Vorteil gegenüber anderen Branchen: Ein Produkt mit Preis ist sofort verständlich.
  • Bewegung sparsam. Ein sich langsam aufbauendes Element zieht Aufmerksamkeit, Dauerfeuerwerk wird ausgeblendet.

Wer pflegt die Inhalte?

Diese Frage entscheidet über Erfolg und Misserfolg, nicht die Technik. Wir sehen regelmäßig Geräte, die einwandfrei arbeiten und trotzdem schaden – weil im März noch das Weihnachtsangebot läuft.

Bewährt hat sich, die Zuständigkeit an eine Person und einen festen Wochentag zu binden statt an einen guten Vorsatz: etwa jeden Montag beim Ladenöffnen. Wir richten die Vorlagen so ein, dass ein Wechsel wenige Minuten dauert und ohne Grafikkenntnisse funktioniert – wer Text und Bild in einer Vorlage austauschen kann, kommt damit zurecht.

Warum ein Meisterbetrieb aus der Region

Eine Displaylösung ist zur Hälfte Gestaltung und zur Hälfte Montage: Halterung, Stromversorgung, Belüftung, Kabelführung. Wir arbeiten seit 1993 von Stolberg aus, kommen zum Aufmaß nach Aachen, Eschweiler, Würselen und Düren und übernehmen beides. Wenn später etwas nachjustiert werden muss, kommt derselbe Betrieb wieder – und wir gestalten auf Wunsch auch die wechselnden Motive.

Fazit

Ein Bildschirm im Einzelhandel lohnt sich, wo Inhalte wechseln, und enttäuscht, wo sie stehen bleiben. Vor dem Gerätekauf sind drei Fragen zu klären: Wie oft ändert sich, was Sie zeigen wollen? Wer macht das? Und verträgt der Standort die Wärme? Erst danach geht es um Zoll und Auflösung.

Wenn Sie das für Ihren Laden durchgehen wollen: unverbindliches Angebot anfragen oder anrufen unter 02402 87335. Mehr auf unserer Leistungsseite Digital Signage; grundsätzlich zum Thema im Ratgeber Digital Signage richtig einsetzen. Wenn ein gedrucktes Schild die bessere Wahl ist, finden Sie die Möglichkeiten unter Schilder und Schaufensterbeschriftung.

Häufige Fragen

Ab wann lohnt sich ein Bildschirm im Laden?
Als Faustregel ab etwa einem Motivwechsel im Monat. Wer wöchentlich oder täglich neue Angebote zeigt, spart ab dem ersten Jahr: Jeder Druck, jede Fahrt und jede Montage entfällt. Bleiben Ihre Inhalte über Monate gleich, ist ein gedrucktes Plakat oder eine Schaufensterfolie günstiger, braucht keinen Strom und fällt nie aus.
Kann ich einen normalen Fernseher ins Schaufenster stellen?
Davon raten wir ab. Ein Haushaltsgerät erreicht typischerweise um die 300 Candela pro Quadratmeter – hinter einer sonnenbeschienenen Scheibe ist davon kaum etwas zu erkennen. Dazu kommt, dass Haushaltsfernseher für einige Stunden Betrieb am Tag ausgelegt sind, nicht für sechzehn. Für Schaufenster braucht es Geräte mit deutlich höherer Helligkeit und Dauerbetriebsfreigabe.
Warum ist die Wärme ein Problem?
Zwischen Glas und Gerät staut sich im Sommer erhebliche Hitze – die Sonne heizt die Scheibe auf, das Gerät gibt selbst Wärme ab, und die Luft steht. Ohne Belüftung sinkt die Lebensdauer der Elektronik spürbar, im ungünstigen Fall schaltet das Gerät im Betrieb ab. Belüftung lässt sich später kaum nachrüsten, deshalb planen wir sie von Anfang an mit ein.
Wer pflegt die Inhalte?
Diese Frage entscheidet über Erfolg oder Misserfolg – nicht die Technik. Legen Sie vor dem Kauf fest, wer zuständig ist und an welchem Tag gewechselt wird. Ein Bildschirm, auf dem im März noch das Weihnachtsangebot läuft, schadet dem Eindruck mehr, als gar kein Bildschirm es täte. Wir richten die Vorlagen so ein, dass ein Wechsel wenige Minuten dauert und ohne Grafikkenntnisse funktioniert.
Was gehört auf den Bildschirm?
Wenige Inhalte, groß und kontrastreich. Passanten schauen im Vorbeigehen zwei bis drei Sekunden hin – in dieser Zeit ist genau eine Botschaft aufnehmbar. Ein Wechsel alle acht bis zehn Sekunden reicht. Bewegung zieht Blicke an, ständige Animation ermüdet und wird ausgeblendet.
Was kostet so eine Lösung?
Der Preis setzt sich aus Gerät, Halterung, Montage, Stromzuleitung und Einrichtung zusammen. Ein Bildschirm im Innenraum an vorhandener Steckdose liegt deutlich unter einer Schaufensterlösung mit hoher Helligkeit, Belüftung und neu zu legender Zuleitung. Weil meist die Zuleitung den Ausschlag gibt, kalkulieren wir nach Aufmaß.
Paul Nagelschmidt, Werbetechnik-Meister und Inhaber von Plotec Werbung

Geschrieben von

Paul Nagelschmidt

Werbetechnik-Meister & Inhaber von Plotec Werbung, Stolberg – seit 2023 Meister im Schilder- und Lichtreklamehersteller-Handwerk.

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